Medizin
Dass das regelmäßig konsumierte Gläschen Wein, vor allem Rotwein, durchaus positive physiologische Auswirkungen haben soll, die über das dem Konsumenten vermittelte Wohlbefinden hinausgeht, ist ja alle Naselang mal wieder zu lesen. Beim Wein bezieht man sich da meistens auf die darin enthaltenen Zusatzstoffe, und weniger auf den Alkohol, der ja, wie jeder weiß, wie jedes Gift ab einer gewissen Dosis genau das ist: giftig.
Aber was für Gift gilt, gilt auch für Medizin (besser: Medikamente). Die Dosis macht das Gift.
In einer aktuellen Studie untersuchten die Wissenschaftler der Univertity of Sheffield, ob der regelmäßige Genuss von Alkohol einen positiven Effekt auf rheumatische Erkrankungen hat. Dazu wurden 873 Menschen mit rheumatoider Arthritis und 1004 Menschen ohne diese Erkrankung als Kontrollgruppe untersucht. Das Ergebnis: Die Nichttrinker haben stärkere Beschwerden und die Gelenke der Nichttrinker waren stärker geschädigt.
Es wird vermutet, dass der Alkohol das Immunsystem unterdrückt, was zwar eigentlich kein positiver Effekt ist, aber bei einer Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem den Körper angreift, durchaus positive Effekte zeigen kann. Zu beweisen, dass es so ist, bedarf aber weiterer Forschung.
Nicht mehr erforscht werden muss die Tatsache, dass unverantwortlicher Umgang mit Alkohol definitiv schädlich ist. Alkoholmissbrauch ist inzwischen der häufigste Grund für eine Einweisung ins Krankenhaus, wie aus dem Krankenhausreport 2010 hervorgeht, den die Barmer GEK am Dienstag veröffentlicht hat – zumindest lässt das ein Artikel im Focus vermuten, der dies in seiner Überschrift so darstellt.
Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gelenkschmerzen/news/gelenkentzuendung-alkohol-senkt-rheumarisiko_aid_535294.html
Quelle: http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/krankenhausreport-alkohol-ist-der-haeufigste-einweisungsgrund_aid_534921.htm