Eine der ganz schwierigen Fragen! Kommt in der Reihenfolge der Schwierigkeitsgrade direkt nach Fragen zu Kapitalismus und Kommunismus.
Doch um Einsteiger nicht zu entmutigen eine kurze Antwort: Probieren!
Wie alle kurzen Antworten ist auch diese unbefriedigend, also gleich einmal ein paar praktische Tipps zum Probieren.
Schon im Abschnitt „Was kostet eine gute Flasche Whisky“ geschrieben, gilt es sich den Gegebenheiten anzupassen, in diesem Fall gehen wir von einem Einsteiger aus, der nicht gleich Unmengen von Geld ausgeben will, aber doch etwas Hochwertiges und Gut-Schmeckendes bekommen will.
Mein Tipp sind drei Flaschen: ein Blend, ein Malt und ein Malt von der Insel Islay.
Mein Tipp als Blend: Famous Grouse Port Wood
Warum überhaupt ein Blended Whisky? Viele Einsteiger in Sachen Malt Whisky verabschieden sich, nachdem sie einmal mit Malt Whisky näher in Kontakt gekommen sind, sofort vom Blended Whisky. Dafür sind wohl zwei Gründe ausschlaggebend: Erstens ist der Geschmack eines Malts so viel intensiver und zweitens ist das Image so viel „besser“ und man meint einer „höheren“ Genießerklasse anzugehören, wenn man Malt trinkt und Blends links liegen lässt. Ein guter Blend hat jedoch durchaus seine Berechtigung und trinkt sich bei den passenden Gelegenheiten mindestens genauso gut wie ein Malt. Außerdem macht es Spaß, Malt und Blend nebeneinander zu probieren, nur dann kann man die Besonderheiten beider wirklich würdigen: der Blend pur als leichter Drink, mit Eis erfrischend und als Cocktail oft überraschend. Der Famous Grouse Port Wood Finish ist interessant, weil er in Portwein-Fässern nachgelagert wurde (siehe auch Finishing Seite ) und weist dementsprechend eine leichte, weinige Portnote auf, die ihn richtig lecker werden lässt.
Mein Tipp als Malt: Highland Park 18 Jahre alt.
Weltweit hat diese Abfüllung bisher sehr viel Lob eingeheimst und auch der Global Brand Ambassador Gerry Tosh zitierte gerne eine Äußerung, nach der dieser Whisky „the best spirit in the world“ ist.
Er stellt eine sehr gelungene und ausbalancierte Mischung aus viel Geschmack und weicher Intensität dar. Ein Whisky, der einen Höhepunkt zwischen Holz und Destillat während der Reifung darstellt, leichte Gewürz- und Holzanklänge ergänzt um Frucht und Süße. Wenn der 15jährige Highland Park „gefährlich“ ist, dann ist der 18er „göttlich“.
Von anderer Seite wurde er auch einmal als der größte „Allrounder“ bezeichnet, also der Whisky, der die ausgewogensten aller Tugenden von Malt Whisky darstellt – und ich denke, das gibt den Charakter dieser Abfüllung sehr gut wieder.
Der offizielle Whisky.De Einkaufstipp

Zum Download gibt es den Tipp auch direkt bei Whisky.De und dann als PDF auch zum Ausdrucken in höherer Qualität.





r.