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W wie Whisky
Wissenswertes über
Herstellung, Brennereien und
verschiedene Whiskyarten
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Wo, wer, wie, was: Produktion und Konsum weltweit

Wo wird Whisk(e)y in der Welt hergestellt

Whisk(e)y wird heute nicht nur in den klassischen Whisk(e)yländern Schottland, Irland und USA hergestellt. Fast in allen Ländern der Erde findet man Whisk(e)y Produktionen. Sie sind in den meisten Fällen der Produktionsweise in Schottland, Irland oder den USA angelehnt. Im nachfolgenden eine kurze (unvollständige) Aufzählung einiger Länder, in denen ebenfalls Whisk(e)y hergestellt wird:

·    Kanada    => Canadian Club, u.a.

·    Japan                      => Suntory, Nikka, u.a.

·    Indien                       => Director’s Special, Antiquary, u.a.

·    Thailand   => Mekhong Rice Whisky, u.a.

·    NZ, Australien         => Lammerlaw, Sullivan's Cove Malt, u.a.

·    Tschechien             => King Barley, Golden Barley, u.a.

·    Deutschland            => Racke Rauchzart, Piraten Whisky, u.a.

·    China                       => Wuliangye Distillery, Ampenas Whisky

·    In vielen anderen Ländern

Insgesamt wird in mehr als 30 Ländern Whisk(e)y hergestellt. Die größten Whisk(e)y Produzenten sind Schottland, USA und Irland, sowie Japan.

Wer verkauft am meisten Whisky


 

Wo wird Whisky in Schottland hergestellt

karte.jpgBei Malt Whisky kann das Herkunftsgebiet bereits einiges über den Whisky aussagen. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass diese Regionen nicht beispielsweise den französischen Weinanbau Regionen entsprechen, denn ihr Ursprung liegt in der Zollgesetzgebung und nicht in der Qualität des Bodens oder Ähnlichem.

 


Highland

Highland Malts werden nördlich einer Linie von Greenock im Westen und Dundee im Osten hergestellt. Sie sind im Allgemeinen sehr feine, harmonische Whiskys. Eine wichtige Untergruppe stellen die Speyside Whisky dar, die im Gebiet des Flusses Spey, im Nordosten von Schottland, angesiedelt sind.

Lowland

Südlich von einer Linie Edinburgh Glasgow werden diese Whiskys hergestellt. Sie sind normalerweise leicht im Charakter und werden, durch ihr fruchtiges, blumenreiches Bouquet, gerne in Blends verwendet.

Islay

Innere Hebriden Insel, auf der zu Hochzeiten mehr als 20 Destillerien beheimatet waren. Heute produzieren dort noch 7 Destillerien (plus die Mini-Destillerie Kilochoman) und eine Mälzerei. Die Südküsten Islay Whiskys zeichnen sich durch ein kräftiges, starkes Torfaroma aus, während die nördlichen Whiskys von der Insel auch fruchtige Noten im Aroma zum Vorschein bringen. Das Torf-Rauch-Aroma wird aber mittlerweile auch von Brennereien in den Highlands wiedergegeben.

Campbeltown

Früher Hochburg des Whiskys, produzieren heute nur noch 3 Destillerien in der Stadt auf der Halbinsel Kintyre.

Inseln

Orkney, nördlichste der Whiskyinseln. Hier werden zwei Whiskys hergestellt. Beide zeigen ein ausgeprägtes, maritimes Aroma mit wunderschönen Honig- und Heidearomen.

Arran, Skye, Mull und Jura mit jeweils einer Brennerei.

Scotch Gesamt-Produktion

Wo wird am meisten Whisky getrunken

Wenn man die Statistik anschaut, dann sind die Spanier die Whiskytrinker schlechthin. Trotz ihrer relativ kleinen Bevölkerung waren sie 2001 das Land mit den größten Whiskyimporten, umgerechnet auf die Bevölkerungszahl müssen sie wirklich in Whisky geschwommen haben.

Was die Statistik allerdings nicht sagt, ob sie diesen Whisky getrunken, weiter verkauft oder haben verdampfen lassen. Es ist wie immer mit Statistik, sie ist fehleranfällig und nur begrenzt aussagefähig.

Wer füllt Whisky in Flaschen ab

Nein, nicht nur die Brennereien, denn es gibt Firmen, die zwar nie einen einzigen Liter hergestellt haben, aber dennoch jede Menge Whisky verkaufen. Das kommt daher, weil die Whisky-Produzenten auch ganze Fässer verkaufen und die Unternehmen, die diese Fässer kaufen, füllen den Whisky dann unter eigenem Namen ab. So kauft beispielsweise die Firma Gordon & MacPhail ein Fass Whisky aus der Distillery Highland Park, lagert dieses Fass in seinem eigenen Warehouse (oder lässt es auf Orkney, wo die Distillery steht, lagern) und füllt es anschließend als „Gordon & MacPhail Whisky, destilliert in der Highland Park Distillery“ ab. Nicht immer sind die Großen des Business glücklich mit diesen „Fremdabfüllungen“ und es gab schon Prozesse um das Recht, die herstellende Distillery auf dem Label nennen zu dürfen. Ein Beispiel dafür ist die „Leapfrog“-Abfüllung, die eigentlich Laphroaig heißen sollte, eben nach der Brennerei, in der sie entstanden ist. Aber der damalige Eigentümer untersagte dem unabhängigen Abfüller die Nutzung des Namens und da er weit mächtiger und finanzstärker war, wollte es der Abfüller nicht auf einen Rechtstreit durch alle Instanzen ankommen lassen.

Grundsätzlich wird bei solchen Gelegenheiten von den Bennereibesitzern damit argumentiert, dass viel Geld und Aufwand in die richtige Lagerung, das Marketing etc. investiert wird, um ein Produkt von gleichem Aussehen und gleich bleibender Qualität zu erzeugen, und diesem Ansinnen werden die Abfüllungen der Unabhängigen, so die Besitzer der Ursprungsdestillerie, nicht immer gerecht. Die andere Seite wiederum argumentiert, dass nur sie wirkliche Vielfalt garantieren und dass ihre Abfüllungen von besserer Qualität, weil ausgesuchte Fässer die Grundlage bildeten, seien.Schließlich ist es jedem selbst überlassen, hier ein geschmackliches Urteil zu fällen, indem man nebeneinander mal die Standardabfüllung und die Abfüllung einer Unabhängigen Abfüllers probiert. Man sollte natürlich dabei darauf achten, dass es sich um vergleichbare Whiskys (Alter, Fassart, Alkoholstärke) handelt.

Wer handelt mit Whisky

convalmore_31_kl.jpgIn Deutschland haben wir als Konsumenten das Glück, es mit einer Vielzahl von Händlern zu tun zu haben. In den letzten Jahren tauchte Malt Whisky auch zunehmend in Supermärkten und Cash&Carry-Märkten auf. Hier lässt sich schon mal das eine oder andere Schnäppchen bekommen. Eine größere Auswahl und vor allem kundige Beratung gibt es aber in der Regel nur im Fachhandel. Auch lässt sich dort schon mal die eine oder andere Abfüllung bei einem Besuch verkosten. Siehe auch „Wo ist der nächste Whiskyhändler in meiner Nähe“

 

Als dritte Quelle hat sich das Internet etabliert, denn hier bietet inzwischen auch der Fachhandel sein Sortiment an. Man kann jederzeit Fragen stellen, bestellen und hat immer das 14tägige Rückgabe-Recht, wenn man sich beim Bestellen geirrt hat (ungeöffneter Flaschen wohlgemerkt).

Ein guter Ausgangspunkt für den Einkauf im Internet ist das unabhängige Online-Magazin www.whisky.de, auf dessen Seiten sich verschiedenen Händler vorstellen.